
Die Welt der Kryptowerte ist vielfältig. Manche sind so aufgebaut, dass sie möglichst stabil bleiben. Andere können innerhalb kurzer Zeit stark steigen oder fallen.
Welche Arten von Kryptowerten gibt es?
Kryptowerte lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen.
»Stablecoins« sind darauf ausgelegt, ihren Wert stabil zu halten. Sie sind meist an eine Währung wie den US-Dollar oder an andere Werte wie Gold gekoppelt. Ihr Ziel ist eine möglichst genaue Abbildung der Wertentwicklung des gekoppelten Vermögenswerts. Andere Kryptowerte wie Bitcoin oder Ether haben keinen festen Anker. Ihr Preis entsteht durch Angebot und Nachfrage und kann sich daher schnell und stark verändern.
Was macht Stablecoins stabil?
Stablecoins sollen möglichst wenig im Preis schwanken. Deshalb sind sie an einen Referenzwert gebunden, etwa eine Währung oder einen Vermögenswert. In der Regel folgt ihr Preis diesem Wert. Dadurch wirken sie stabiler als andere Kryptowerte. Wichtig ist aber:
- Die Stabilität hängt davon ab, ob die hinterlegten Werte tatsächlich vorhanden sind.
- Diese Werte müssen sicher verwahrt und jederzeit verfügbar sein.
- Auch der Referenzwert selbst kann sich verändern.
Kommt es zu Problemen, kann sich ein Stablecoin entkoppeln und deutlich im Preis schwanken. Es ist nicht alles stabil, wo »Stablecoin« draufsteht.
Warum schwanken andere Kryptowerte so stark?
Bei vielen Kryptowerten bestimmt allein der Markt den Preis. Schon kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben. Der Preis wird beeinflusst durch
- Angebot und Nachfrage
- Entwicklungen in Wirtschaft und Politik
- technische Neuerungen
- die Stimmung am Markt oder in sozialen Medien.
Auch spekulatives Verhalten spielt eine große Rolle. Viele reagieren kurzfristig auf Nachrichten oder Trends. Zudem werden Kryptowerte rund um die Uhr gehandelt. Dadurch können sich Preise jederzeit schnell verändern.
Was bedeutet Kryptowinter?
Ein Kryptowinter ist eine längere Phase, in der die Preise vieler Kryptowerte deutlich fallen und sich nur langsam erholen. Typisch sind über längere Zeit sinkende Kurse, weniger Handel und eine allgemein vorsichtigere Stimmung am Markt. Solche Phasen zeigen, wie stark Kryptowerte auf Unsicherheiten und Marktstimmungen reagieren können.
Warum sind Prognosen schwierig?
Die Entwicklung von anderen Kryptowerten lässt sich nur schwer vorhersagen. Preise können sich jederzeit und schnell ändern. Für Sie ist wichtig:
- Rechnen Sie immer mit Unsicherheiten!
- Vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf die Zukunft!
Worauf sollten Sie vor einer Entscheidung achten?
- Fällt der »Stablecoin« unter die MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) und ist er damit reguliert?
- Ist der Kryptowert wirklich an einen Wert gekoppelt oder ist die Stabilität nur ein Versprechen?
- Können Sie damit umgehen, wenn der Preis stark fällt?
- Ist Ihnen bewusst, dass Entwicklungen unvorhersehbar sind?
- Wirkt ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, etwa durch garantierte Gewinne?
Wenn Sie unsicher sind oder etwas unrealistisch wirkt, ist große Vorsicht geboten!
mehr Wissen:
Finanz ABC: www.fma.gv.at > Finanz ABC
Instagram: @redenwiruebergeld
Podcast: Hör rein!
Stabilität:
Ein stabiler Wert bleibt möglichst gleich und reagiert nur wenig auf Veränderungen am Markt.
Volatilität:
beschreibt, wie stark sich ein Preis verändert. Ein volatiler Kryptowert kann schnell und deutlich im Preis steigen oder fallen.
Entkoppelung:
Die Bindung an den ursprünglichen Referenzwert geht verloren.
Spekulation:
Handeln in Erwartung schneller Gewinne, oft riskant!